Die Geschichte des Hulahoop

nach dem Buch „Hooping“

v. Christable Zamor Verlag Workman Publishing Company

die meisten kennen den Hulahoop aus den 50iger Jahren, denn zu dieser Zeit wurde er erst popolär.

Doch Jahrhunderte davor spielte man mit Hoops aus Zweigen, Schilf, Weinreben.

1000 v.Chr. spielten ägyptische Kinder mit breiten Reifen aus getrockneten Traubenreben und steifen Gräsern. Der Reifen wurde entlang des Bodens gerollt oder um die Taille herumgeschwenkt.

500 v.Chr. spielten griechische Kinder mit Reifen aus Bronze, welche „trochus“ genannt wurden. Sie rollten den Reifen entlang des Bodens.

Im 14.Jhd. erfanden Heiler des Lakota Indianer Stamms (Stanmesgruppe der Siox) den Hoop Tanz.

Für diese Heiler symolisierte der Hoop den Kreis des Lebens. Sie benutzten den Tanz um wieder Gleichgewicht und Harmonie herzustellen. Der Tänzer verwendete hunderte kleine, leichte aus Schilf gemachte Hoops um Formen wie Adler, Schmetterling oder Regen zu imitieren.

Ende des 15.Jhd. im Christentum tanzten französische Mädchen bevor die Fastenzeit begann im inneren von Holzreifen. Sie trugen Blumengirlanden.

Anfang des 18. Jhd. kam der Hoop in England zur Mode. Kinder spielten mit Hoops aus Holz, die wie heute um die Taille herumgeschwenkt oder entlang des Bodens mit dem Stab gerollt wurden.

Ende des 18. Jhd. bemerkten britische Seeleute, welche die Insel Hawai besuchten Ähnlichkeiten zwischen den Bewegungen des hawaiischen Tanzes Hula und dem Hoop.

Somit wurde der Name des Hoop Tanzes ergänzt und hieß ab dem Zeitpunkt HULA HOOP.

1940 – 1950 wurden in den Schulen von Australien Hoops aus Rohrstock verwendet. Die Kinder schwenkten den Hoop um die Taille, Knien, Arme und führten dies vor der Königin vor.

1958 gründete Richard Knerr u. Arthur Melin ein Unternehmen welche Plastikhoops herstellte, 25 Millionen wurden innerhalb von 4 Monaten verkauft, bis 1959 über 100 Millionen.

1960 wurde der Hoop in Zirkusprogrammen eingeführt (bes.Russland u. China)

1994 erschien der Film „ the Hudsucker Proxy (der große Sprung)von den Coen Brthers der in USA, England und Deutschland produziert wurde. Er präsentiert eine fiktive Geschichte über die Erfindung des Hoops und wurde auf den Filmfestspielen von Cannes für die Goldene Palme als bester Film nominiert.

Im Jahr 2000 präsentierte der Zirkus du Soleil Akrobaten, die mit mehreren Hoops manövrieren.

Der Hoop wird immer bekannter, Frauengruppen praktizierten Hooptänze, die Hooping.org wurde veröffentlicht, auf Festivals….

2006 entwickelt Jonathan Baxter ein innovatives Hoop-Curriculum (neues Lehrprogramm) für Hoop dance

es beginnen die Dreharbeiten zum Dokumentarfilm the Hooping Life (Leben mit Hoop) welcher das Leben von 6 Hoop Stars beschreibt.

Mittlerweile gibt es jährlich Hoop festivals, Welt Hoop Tag und v.m. den Hula Hoop Kult

TOP charts der deutschen Hitparade aus dem Jahr 1959

Angele Durand, Hula Hop, Single 1958

https://www.youtube.com/watch?v=NadzPIVIeMA

Hula Hoop Dany Mann

https://www.youtube.com/watch?v=MhaIvFoGLzc

Moderne Musik zu Hula Hoop

jamaikanischen Reggae- und Urban-Pop-Sängers Omi Hula Hoop 1915 https://www.youtube.com/watch?v=RYzQvj3icjs

How to Hula Hoop Rap Song https://www.youtube.com/watch?v=DR0hc7lT0hE

Film über die Erfindung des Hula Hoops Reifen 1994

Hudsucker – Der große Sprung (Originaltitel: The Hudsucker Proxy, USA 1994) ist ein Film der Brüder Ethan und Joel Coen, die neben der Regie auch für das Drehbuch verantwortlich waren. Neben Tim Robbins spielen Jennifer Jason Leigh und Paul Newman in den Hauptrollen.

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi1989017881?ref_=tt_pv_vi_aiv_1

Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion Hudsucker – Der große Sprung

Von Christian Schön

Im Mai 2008 feierte der Hula-Hoop-Reifen seinen 50. Geburtstag. Neben der Frisbee-Scheibe, die kurz zuvor erfunden wurde und ein ähnlicher Verkaufserfolg war wie die bunten Plastikringe, steht das Spielzeug für das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre. Es versinnbildlicht sowohl die Prüderie der Zeit, die in den kreisenden Hüftbewegungen ein Ventil gefunden hat, und zugleich ist sein Erfolg ein Inbegriff der wirtschaftlichen Prosperität. Grund genug, diesem Ding ein filmisches Denkmal zu setzen. Doch um aus diesem recht dürftigen Stoff ein gescheites Konzept zu zimmern, bedurfte es schon des Talents des Brüderpaares Ethan und Joel Coen (Fargo, The Big Lebowski, No Country For Old Men). Nachdem das Duo drei Jahre zuvor mit Barton Fink einen besonderen Coup gelandet hatte, waren die Erwartungen immens als 1994 „Hudsucker – Der große Sprung“ entstand. Die Komödie reicht mit ihrer Geschichte von dem Emporkömmling aus der Provinz zwar nicht an die Qualität von „Barton Fink“ heran, braucht sich aber vor den großen Erfolgen der Coens auch keineswegs zu verstecken.

Der junge College-Absolvent Norville Barnes (Tim Robbins) kommt aus dem kleinen Muncie, Indiana, in die große Stadt, um dort sein Glück zu suchen. Sein Ticket nach ganz oben hat er in Form einer Idee für ein neuartiges Produkt für Kinder immer bei sich. Der Zufall führt ihn zur Firma „Hudsucker Industries“, wo er zunächst Arbeit in der Poststelle findet. Dem Konzern geht es prächtig, er expandiert und häuft Gewinne an. Scheinbar grundlos stürzt sich Firmenchef und Hauptaktionär Waring Hudsucker (Charles Durning, Der Clou, Hundstage) bei einer Vorstandsitzung unvermittelt aus dem Fenster des Hochhauses. Da all seine Aktien zum Verkauf freigegeben werden sollen, plant Stellvertreter Sidney Mussburger (Paul Newman, Haie der Großstadt, Zwei Banditen, The Verdict) einen Idioten an die Stelle von Hudsucker zu setzen. Dieser soll den Börsenkurs der Firma drücken, damit Mussburger sich den Hauptaktienanteil billig unter den Nagel reißen kann. Norville Barnes, der ihm zufällig über den Weg läuft, bietet sich als Marionette nahezu perfekt an. Der junge Mann ahnt nichts Böses, sondern wittert vielmehr die Chance als neuer Chef der Firma mit seiner genialen Idee großen Reibach zu machen…

Die Welt von „The Hudsucker Proxy“ ist die Metropole. Die im Studio entstandene Stadt, die wohl maßgeblich für die verhältnismäßig hohen Produktionskosten von 25 Millionen Dollar verantwortlich sein dürfte, ist eine Mischung aus Metropolis und einem imaginierten New York der nahen Zukunft. In ihrer Künstlichkeit könnte sie ebenso gut als Schauplatz einer Comic-Verfilmung in der Art von Tim Burtons Batman oder Sam Raimis Spider-Man dienen. Auch die überzeichnete Darstellung des Verhältnisses zwischen Presse und Großkonzern, die in den Kampf „Gut gegen Böse“ verstrickt sind, weist mit ihren Stereotypen eine starke Ähnlichkeit zu Peter Parkers Reich auf. Unterstrichen wird diese Parallele noch durch die Figur der von Jennifer Jason Leigh (Letzte Ausfahrt Brooklyn, Short Cuts) gespielten spitzzüngigen Journalistin, der die Coens den klingenden Namen Amy Archer gegeben haben.

Neben den menschlichen Protagonisten drängt sich ein weiterer Hauptakteur auf: Die Firma Hudsucker Industries. Ihr Sitz ist der höchste Wolkenkratzer in der Stadt, mit seiner Vertikalität wird der hier mögliche enorme Aufstieg genauso symbolisiert wie der tiefe Fall, der als Geschäftsrisiko in Kauf genommen wird. Ganz oben im Gebäude befindet sich zudem eine gigantische Uhr, in der auch der Erzähler von „The Hudsucker Proxy“ schaltet und waltet – eine mysteriöse Figur mit dem biblischen Namen Moses (Bill Cobbs, New Jack City, Nachts im Museum). Neben dem alten Mann bevölkern viele weitere skurille Nebenfiguren die Firma, deren Wesen durch ein undurchschaubares, verrücktes Regelwerk geprägt wird, was in seiner kafkaesken Zuspitzung an Terry Gilliams Brazil und Steven Soderberghs „Kafka“ erinnert. Nachdem die Coens kurz zuvor in „Barton Fink“ das Hollywoodsystem aus der Perspektive des schreibenden Künstlers aufs Korn genommen haben, ist es nicht abwegig die Allegorien von „Hudsucker“ auch als Anspielungen auf die kruden Mechanismen der Filmindustrie zu verstehen.

Der Held von „The Hudsucker Proxy“ ist bei alledem der genaue Gegenentwurf zu den Protagonisten Kafkas. Deren urbane Lebenswelt wird mit Norville Barnes‘ ländlicher Herkunft kontrastiert. Er kommt geradewegs aus einer kleinen Stadt in Indiana in die Metropole, auf der Suche nach dem großen Erfolg und dem schnellen Geld. Mit seiner Naivität gegenüber den Versprechungen der Großstadt erfüllt er perfekt das Profil des leichten Opfers ausgebuffter Geschäftemacher und Manipulateure. Tim Robbins (Bob Roberts, Die Verurteilten, Mytic River), der den Dorftrottel herrlich mimt, gibt der Figur etwas Unschuldiges mit, und so wird aus „The Hudsucker Proxy“ eine traumhaft entrückte Story vom „American Dream“, in der die Coens zugleich das ausgehöhlte kapitalistische System zur Darstellung bringen.

Fazit: „The Hudsucker Proxy“ verfügt nicht ganz über die Schärfe und Brillanz vergleichbarer Titel aus dem Hause Coen. Über weite Strecken wirkt die Komödie einen Tick zu geschliffen und zu konventionell. Aber trotz dieser Zugeständnisse an das Genre bleibt die detailverliebte Handschrift der Coens mit ihrem Hang zum Grotesken und Surrealen doch stets erkennbar.

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