Glücksbringer

Silvester Glücksbringer und ihre Bedeutung

Einer der beliebtesten Bräuche zum Silvester ist es, Freunden und Verwandten Glücksbringer zu schenken. Hier erfährst du die Bedeutung der bekanntesten Glücksbringer.

Schwein

Das Schwein steht für Reichtum und Wohlstand – wer früher ein Schwein sein Eigen nennen konnte, musste nicht hungern und war ein wahrer Glückspilz.

Das Schwein hatte schon in einigen antiken Kulturen wie z.B. im alten Ägypten oder Syrien eine besondere Bedeutung. Es galt als heilig und wurde den Göttern geopfert.
Ein Schwein zu haben bedeutete in früherer Zeit, in der man meist nicht viel zu Essen hatte, gut versorgt zu sein. Daher entstand wohl auch die Redewendung „Schwein haben“ im Sinne von „Glück haben“.

umgangssprachlich, salopp; Bei den altdeutschen Schützenfesten gab es als Trostpreis für den schlechtesten Schützen ein Schwein oder Ferkel. Daraus hat sich die Bedeutung des unverdienten und unverhofften Glücks entwickelt. Eine andere Deutung besagt, dass sich die Redensart ursprünglich auf den „Daus“ (siehe auch „Ei der Daus„) bezog, die höchste Spielkarte im deutschen Kartenspiel, die dem französischen Ass entspricht. Das Daus wiederum wurde auch „Sau“ genannt (oft war auch ein Schwein auf dem Daus abgebildet), und wer sie besaß, hatte gute Chancen, das Spiel zu gewinnen (siehe auch „die Sau rauslassen„). Letztlich galt die Sau – allen verächtlichen Redewendungen und Schimpfwörtern zum Trotz – in früheren Zeiten als wertvoller Besitz und stand damit auch für Geschäfte, Einnahmen und Glück. Die Redensart ist seit dem 19. Jahrhundert belegt

Hufeisen

Dieses Glückssymbol stammt aus einer Zeit, in der Hufeisen sehr teuer waren, da sie in langer Arbeit vom Hufschmied geformt werden mussten. Fand man zufällig eines auf der Straße, war man ein Glückspilz, denn es musste nur wenig angepasst werden, um damit das eigene Pferd zu beschlagen. Hinsichtlich der Ausrichtung des Hufeisens gibt es jedoch zwei Theorien: Nach oben offen aufgehängt kann es das Glück auffangen, nach unten offen befestigt kann das Glück sich über den Innehaber ergießen. Am besten also regelmäßig wenden…

Rauchfangkehrer

Der Rauchfangkehrer wurde durch seine Bedeutung im Mittelalter zu einem Glückssymbol: Durch schlecht gereinigte Kamine entstanden damals sehr oft Brände, die nicht selten ganze Städte auslöschten. Auch konnte bei einem verstopften Kamin nicht geheizt und gekocht werden. Der Kaminkehrer hatte somit eine entscheidende Aufgabe, was ihm den Status eines Glücksbringers einbrachte.

Befreit den Weg nach oben von Ruß und Schmutz und sorgt für frischen Wind. Durch die Reinigung des Kamins bannt der Schornsteinfeger auch die Gefahr von Bränden und gilt schon allein deswegen als Glücksbote.

Glücksklee

In freier Natur findet man sehr selten ein vierblättriges Kleeblatt. Und was rar ist, ist etwas Besonderes: Einer Legende zufolge nahm Eva bei der Vertreibung aus dem Paradies einen vierblättrigen Klee mit sich. Jeder, der einen solchen findet, hat somit ein Stück des Paradieses entdeckt.

Schon sein seltenes Vorkommen ist Grund genug, dass man ihm Glück bringende Kraft zuschreibt. Darüber hinaus kann in ihm das Heil bringende Kreuz gesehen werden.
Foto: HufeisenDas Hufeisen

soll Haus und Hof schützen und Fremden den Eingang verwehren. Aus diesem Grund wird es oft an Türen befestigt. Aber bitte, mit der Öffnung nach oben zeigend aufhängen, sonst „fällt das Glück heraus“!
Foto: FliegenpilzFliegenpilz

Woher die Beliebtheit des Fliegenpilzes als Glücksbringer kommt, ist nicht genau bekannt. Vielleicht liegt es daran, dass man den giftigen Fliegenpilz in vielen Kulturen früher als Rauschmittel verwendete und er deshalb als Glücksbringer angesehen wurde.

Glückspilz

Neben dem Hufeisen und dem vierblättrigen Kleeblatt zählt der Fliegenpilz zu den beliebtesten Glückssymbolen. Man findet ihn auf Glückwunschkarten und in bebilderten Märchenbüchern.

ein Glückspilz

jemand, der Glück hat
umgangssprachlich; In der Redensart steckt das Bild des plötzlich aus dem Nichts auftauchenden Pilzes. Sie wurde mit der Bedeutung „Emporkömmling“, „Parvenü“ zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an engl. „mushroom“ (Pilz, Emporkömmling) gebildet. Die Redensart verliert im 19. Jahrhundert ihre negative Komponente und erhält die neutralere Bedeutung „Glückskind“

Fliegenpilz

Die meisten der Legenden zu den verschiedenen Glücksbringern stammen aus der Hexenwelt, dieser aber kommt aus der altnordischen Sagenwelt. Vor allem der rote Fliegenpilz wird dabei als Glückspilz angesehen.

Die Sage besagt, dass die Berserker, Krieger mit Bärenfellkleidung, sich mit kleinen Fliegenpilzmengen betäubten, damit sie im Kampf keinen Schmerz spürten und unerschrocken zu Werke gingen.

Denn Fliegenpilze besitzen den Stoff Ibotensäure, der die ähnliche Wirkung eines Rauschgiftes bewirkt. Die Krieger galten im Kampfgeschehen als außerordentlich stark und tapfer.

Glückspfenning

Taler und Pfennige sind eine alte Währung, die heute nicht mehr benutzt wird. Gemäß der alten Volksweisheit „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“, haben die Glückspfennige ihre Glück bringende Bedeutung bis in die Gegenwart retten können – auch wenn es jetzt an ihrer Stelle Cent gibt. Der Glückspfennig in der Geldbörse soll dafür sorgen, dass das ganze Jahr über genügend Geld vorhanden ist.

Geldfrosch

Gerade der Geldfrosch ist ein besonderer kraftvoller Glücksbringer. Er steht für Reichtum, Erfolg, Glück.soll Reichtum ins Haus holen,

Die optimale Platzierung des Geldfroschs

Er soll nicht ganz auf dem Boden stehen und immer zur Haustür blicken, sodass er den Geldsegen einfangen und danach hinunterschlucken kann. Er sollte in der günstigsten Ecke eines Zimmers stehen. Dieser ist ein Platz, welcher die meiste Energie besitzt und befindet sich oftmals diagonal gegenüber einer Tür/Haustür. Werden beispielsweise gute Ergebnisse für getätigte Investitionen gewünscht, soll der Geldfrosch in der südöstlichen Ecke des Wohnzimmers platziert werden. Karriere gefördert sowie Geschäfte werden vermehrt, wenn der Feng-Shui Geldfrosch in der nördlichen Ecke des Wohnbereiches aufgestellt wird. Der Geldfrosch darf nicht genau gegenüber einer Tür aufgestellt werden, da hier die Energie besonders stark ist. Ein Vorsprung sowie ein schlichter Beistelltisch schaffen einen idealen Aufstellplatz. Der Feng-Shui Geldfrosch soll auch nicht im Schlafzimmer oder der Küche seinen Platz finden, da er dort keinerlei Wirkung hat. Wirksame Plätze für die Kröte sind dagegen zum Beispiel das heimische Büro, das Ess- oder Wohnzimmer sowie der Arbeitsplatz.

Elefant

Ähnlich wie das Schwein in Europa, gilt der Elefant in der indischen Kultur als Zeichen des Wohlstandes und somit des Glücks. Einen Elefanten zu besitzen deutet auf Reichtum.
Ein sehr verbreiteter Glücksbringer ist der Elefant, unabhängig von der Form: Skulptur, Maskottchen oder Amulett. Am wichtigsten ist, dass sein Rüssel nach oben gerichtet ist – nur so ein Elefant kann uns Glück bringen. Der Elefant mit gehobenem Russel soll den Sonnenaufgang begrüßen, deshalb ist es von Bedeutung, dass die Elefantenfiguren in unseren Häusern mit den Köpfen zum Fenster gerichtet werden, damit sie die positive Energie anziehen.

Der Elefant symbolisiert Klugheit und Kraft, aber nicht nur die physische, sondern auch die psychische und geistige. Der als Geschenk gegebene Elefant soll Glück und Erfolge im Leben bringen. Zwei Figuren von erwachsenen Elefanten mit einem Elefantenkind garantieren glückliches Familienleben. Je größer der Elefant ist, desto mehr Glück kann er anziehen, und je mehrere Elefanten wir haben, desto sollten glücklicher wir sein.

In der christlichen Tradition war der Elefant als Symbol des verstockten Sünders dargestellt, aber schon im Mittelalter galt er als Tugendsymbol. In den buddhistischen Religionen und Traditionen hat der Elefant seinen festen Platz. Der Gott Ganesha, mit menschlichem Körper und Elefantenkopf ist ein Symbol des Wissens. In einem Mythos sind geflügelte Elefanten am Himmel für Regen verantwortlich, da ihre massiven Körper in der grauen Farbe mit dicken Regenwolken assoziiert werden. Die Göttin Maya hat den Buddha geboren, nachdem ein Elefant sie mit dem Russel umhüllte.

Marienkäfer

Der Begriff „Marienkäfer“ kommt aus der Religion. Der Jungfrau Maria verdankt er seinen Namen. Der Marienkäfer symbolisiert vor allem Glück und großen Fleiß.

Er wird ebenfalls als Herrgottskäfer oder auch als Glückskäfer bezeichnet.

Unter den zahlreichen Arten der Marienkäfer ist der „Siebenpunkt“ am verbeitesten im europäischen Raum. Aufgrund der Glückszahl sieben wird er somit vermutlich als Glücksbringer angesehen.

Eine weitere Möglichkeit woher der Marienkäfer seine spezifische Bedeutung hat, wäre seine biologische Aufgabe. Er verspeist bis zu 140 Blattläuse täglich und ist damit ein wichtiger ökologischer Schädlingsbekämpfer.

Zu Unglück kann es jedoch führen, wenn man einen Marienkäfer versucht zu verletzten oder gar zu töten

Katze

Assiatische Glücksymbol für Reichtum umd Wohlstand – im Eingangsbereich aufstellen

Katzen sind nicht nur beliebte Haustiere, sie spielen auch im Aberglauben seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle – einmal als Sinnbilder für Pech, ein anderes Mal für Glück und Freiheit. In jeder Kultur wurden und werden den Samtpfoten andere Bedeutungen beigemessen. So verehrten die alten Ägypter die Katze als Gottheit, im Europa des Mittelalters sah man sie hingegen als rechte Hand des Teufels an.

Affe

Intrigant, eitel, überheblich, steht für Flinkheit und Dummheit

Bär

Nett, freundlich, gutmütig, tollpatsching, einfälltig, gefrässig, stark

Igel

schlau, klug,

Hund

treu, sorlglos, freundlich

In Japan gibt es den Tag des Hundes zweimal: einmal als fixes Datum im Kalender, das andere Mal als beweglicher Feiertag. Der Ursprung und die Bedeutung dieser beiden Tage des Hundes sind völlig verschieden.

Der Tag des Hundes als fixes Datum ist der 1.11. jeden Jahres. Er ist eine moderne Erfindung der japanischen Hundebedarfsartikel-Industrie, die folgendermaßen zustande kam. In jeder Sprache bellen Hunde anders: bei uns „haf haf“, im Deutschen „wau wau“, im Englischen „woof woof“ und im Japanischen „wan wan“. Da „wan“ phonetisch wie die Aussprache des englischen Worts „one“ für Eins klingt, hat man den 1. November als Tag des Hundes ausgewählt (wan wan wan). Dieser Tag ist also nichts weiter als ein Teil einer kommerziellen, verkaufsfördernden Strategie.

Bemerkenswerterweise gibt es auch in der Tschechischen Republik eine Darstellung eines Hundes, dessen Berührung Glück bringen soll. Es handelt sich um ein Relief auf der Karlsbrücke in Prag, das jeder kennt, der einmal auf der berühmten Brücke war. Weitgehend unbekannt ist aber, wie es zu diesem Brauch kam und was der Hund bedeuten soll.

Eule

Eule steht für Klugheit und Weisheit

Aberglaube ist häufig regional unterschiedlich; so gibt es einige Regionen, in denen das Eulengeschrei nicht den Tod, sondern die Geburt eines Kindes ankündigt. Dies ist beispielsweise in der Region Bern, Schweiz, der Fall. Und in der Lausitz ist der Ruf einer Eule in der Nähe eines Hauses, in dem eine Schwangere lebt, nach Auffassung des regionalen Aberglaubens der Hinweis, dass eine komplikationslose Geburt zu erwarten ist.

Glück soll es auch bringen, wenn sich eine Eule in den Taubenschlag flüchtet.

Pferd

Die Parabel erzählt, wie ein Bauer, der mit seinem Vater im Grenzland zu den Barbaren lebt, unverschuldet in verschiedene Situationen gerät. Diese zufälligen Ereignisse haben alle schwerwiegende Auswirkungen:

Ihm entläuft sein Pferd – wodurch er einen bedeutenden Teil seines Besitzes und seiner Lebensgrundlage verliert.
Sein Pferd findet den Weg zurück und bringt zusätzlich weitere, den Barbaren entlaufene Pferde mit – wodurch sich der Besitz des Bauern vergrößert.
Der Bauer verletzt sich schwer beim Zureiten der neuen Pferde – wodurch seine Körper- und Arbeitskraft geschmälert wird.
Als die Barbaren angreifen (wegen der verlorenen Pferde?) kann der verletzte Bauer nicht in den Kampf ziehen und bei der Verteidigung helfen – wodurch er und sein Vater dem Tod entgehen und überleben.

Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, und am Herzen des Weibes

Mistelzweig

Ein Mistelzweig symbolisiert das Glück zweier Liebenden. Küssen sich zwei Menschen unter einem Mistelzweig, so gilt dies als Vorahnung für eine baldige Hochzeit.

Im Mittelalter waren Misteln vor allem ein Mittel zur Bekämpfung von Hexerei. Deshalb fand man diese hauptsächlich in Häusern und Stallungen, um die bösen Kräfte fernzuhalten.

Delphin

Freund der Menschheit, für Rettung und Erlösung
steht für Schnelligkeit und Klughheit

Amethyst Glücksstein

Das griechische Wort Amethystos bedeutet übersetzt “nicht trunken”. Der Name weist auf die Wirkung hin, die man ihm seit der Antike zuspricht

Er soll Schmerzen lindern, die Konzentration und die Durchsetzungskraft fördern und zu Vitalität und Lebensfreude verhelfen.

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