Ein weiteres Ziel der Wallfahrer ist der „Heilige Brunnen“ unterhalb der Kirche, dessen Wasser heilende Wirkung bei Augenleiden zugesprochen wird. Der Legende nach stand die Gnadenstatue unter einer großen Linde bei der Heilquelle.
Als der Baum alt geworden war und abstarb, brachte man die Statue in die Kirche nach Pfarrkirchen, doch kehrte sie nachts immer wieder zur Quelle zurück. So wurde dort die Kapelle erbaut.
Eine zweite Überlieferung erzählt von einer strahlenden Jungfrau, die sich bei der Quelle wusch. An den drei goldenen Samstagen soll sich die Muttergottes nicht in Mariazell aufhalten, sondern in der Quelle in Adlwang baden.
Das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes steht heute in der Kirche, stand aber bereits in der ersten alten Marienkapelle. Die Quelle entspringt unter dem Hochaltar und wird in die Bründlkapelle geleitet. Die Grotte ist immer überreichlich mit Blumen geschmückt. Darunter finden sich auch große Gestecke mit Dankbarkeitsbezeugungen wie etwa „Mich hat das Wasser geheilt.“
Vom leicht jodhältigen Wasser erhoffen sich viele Besucher eine Verbesserung ihrer Sehfähigkeit. Zahlreiche Votivbilder zeugen von seiner Wirksamkeit. Auch heute noch kommen viele Menschen mit Flaschen und Kanistern, um sie mit dem Heilwasser zu befüllen. Die Sehnsucht der gläubigen Pilger nach Heil und Fürbitte, Schutz und Geborgenheit, lässt sie zudem auch hoffnungsvoll in das Gnadenbuch vor der Gnadenstatue schreiben.
Einen besonderen Zustrom erlebte Adlwang im Jahr 1755, als sich auf dem Bild des „Kreuz-tragenden Heilands“ Blutstropfen gezeigt haben sollen, was einem Gutachten nach nicht auf natürliche Ursachen zurückzuführen war.
Die Kirchenreform von Kaiser Joseph II. führte zu schweren Einschränkungen der Wallfahrt bis hin zum Verbot, öffentlich den Rosenkranz zu beten. Der Kaiser, der eine generelle Aufhebung der Wallfahrt erreichen wollte, biss jedoch in Adlwang auf Granit. Weiterhin kamen die Menschen in Scharen, besonders an den goldenen Samstagnächten im Oktober. Das gläubige Volk hält bis heute an der Wallfahrt fest. Stille Beter finden ihren Weg nach Adlwang und Fußwallfahrer pilgern besonders in den Marienmonaten Mai und Oktober aus umliegenden Pfarreien zum Adlwanger Gnadenbild.
Zur Zeit der Goldenen Samstage kommt der Wallfahrt in Adlwang eine besondere Bedeutung zu. An den drei Wochenenden nach Michaeli, dem 29. September, drückt sich die Marienverehrung im Besonderen in Wallfahrten und Rosenkranzgebeten aus. Hauptwallfahrtsort an diesen Tagen ist Adlwang, wohin nach volksfrommer Meinung in dieser Zeit sogar die „Mariazellermutter“ kommen soll. Tausende Wallfahrergruppen treffen ein, die Gottesdienste mitfeiern, aber auch den großen Kirtag besuchen. An die 50.000 Pilger werden jährlich in dieser Zeit gezählt.
Am Vormittag werden mehrere Gottesdienste abgehalten. Die aus der Wallfahrt entstandene Veranstaltung gleicht einem Kirtag, einer Gewerbemesse und einem Jahrmarkt. Umfangreiche Ausstellungen der heimischen Betriebe auf der Festwiese und in der Bürgerhalle, zahlreiche Verkaufsstände sowie ein großer Vegnügungspark für jung und alt laden ein.
Der Musikverein Adlwang sowie die Ortsbauernschaft sorgen für das leibliche Wohl der Wallfahrer und sonstigen Gäste.
am ersten Goldenen Samstag kamen schon am Morgen die ersten Wallfahrer
bei unserem Stand vorbei.
Goki Handpuppen mit Holzkopf
Besuch aus meiner Heimatgemeinde
14:00 Uhr: Segenandacht mit Predigt
Die Predigt hält am 1. Goldenen Sonntag der Abt des
Stiftes Schlägl Martin Felhofer
DIE GOLDENEN SAMSTAGNÄCHTE IN ADLWANG
Andachtsbild aus Adlwang um 1860
„Goldene Samstage“ oder „Goldene Samstagnächte“ werden die ersten drei Samstage im Oktober bzw. nach dem Michaelitag (29. September) genannt. Diese Samstage werden gerne für Wallfahrten zur Marienverehrung genutzt. Die Goldenen Samstage sind etwas in Vergessenheit geraten. Nur mehr wenige Wallfahrtsorte laden zu besonders gestalteten Messen ein.
Begonnen hat dieser Wallfahrtsbrauch nach einer Legende von Kaiser Ferdinand III. (1637 – 1657), der an diesen Tagen die Gottesmutter durch Gebet und Empfang der Sakramente besonders verehrt hat. An den ersten drei Samstagen im Oktober werden mit jedem Samstag drei Heilige Messen gefeiert zur Ehren der Mutter Gottes im Bezug auf die Heilige Dreifaltigkeit.
Am ersten Samstag wird die Mutter Gottes als Tochter Gott Vaters geehrt.
Der zweite Samstag zu Ehren der jungfräulichen Mutter Jesus Christi.
Der dritte Samstag zu Ehren der Braut des Heiligen Geistes.
An den goldenen Samstagen wird zudem um eine glückliche Sterbestunde gebetet.
Von der Sage über die Entstehung der „Goldenen Samstagnächte“ in Adlwang gibt es zwei Versionen.
Die Erste erzählt: An einem Samstag zur Zeit des Grummet Mähens war einer der Arbeiter nach dem Glockenzeichen nicht mehr zu bewegen seine Arbeit fortzusetzen, weil er zu Ehren Marias beten wollte. Als der Mann am Montag darauf wieder zur Arbeit kam, fand er auf der Wiese ein Goldstück, das als Belohnung der Gottesmutter für den frommen Mann angesehen und zur Veranlassung wurde, die Samstage zur herbstlichen Zeit die „Goldenen“zu nennen und der Verehrung Mariens zu widmen.
Die zweite Sage erzählt, dass an einem Samstag der Priester auf einem Versehgang
mit dem Allerheiligsten an einer Wiese vorbeikam, auf der zwei Arbeiter mähten. Während der eine seine Arbeit fortsetzte, begleitete der zweite den Priester. Als er zurückkam, fand er auf dem Feld einen goldenen Pfennig zum Lohn für seine Andacht
Adlwang ist der älteste Marienwallfahrtsort Österreichs. Ursprung der Kirche von Adlwang ist wohl ein Adelssitz aus dem 12. Jahrhundert, dessen Inhaber 1202 als Heinrich von Adlwang erwähnt ist. Seit dem Jahr 1330 ist die Marienwallfahrt nach Adlwang nachweisbar. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete man aufgrund des regen Wallfahrerzustroms einen gotischen Kirchenbau, der 1552 durch den prächtigen spätgotischen Chorraum vollendet wurde. Reformation und Bauernkriege setzten der Wallfahrt vorübergehend ein Ende.
Die Gründungslegende des Wallfahrtsortes Adlwang besagt, dass das Gnadenbild – die „Schmerzhafte Muttergottes von Adlwang“, eine Steingussarbeit aus der Spätgotik – in einem Ameisenhaufen die Wirren der Reformation überdauert haben soll.
In der Mitte des 17. Jahrhunderts trat an die Stelle des baufälligen gotischen Langhauses einer der ersten frühbarocken Kirchenbauten der Gegend. Einen besonderen Aufschwung nahm die Wallfahrt durch den glücklichen Umstand, dass Adlwang im 17. Jahrhundert von der Pest verschont blieb, und nicht nur das: Wie im Mirakelbuch nachzulesen ist, ereigneten sich viele Gebetserhörungen und Krankenheilungen. Vier Patres des Stiftes Kremsmünster versahen im Superiorat Adlwang ihren Dienst an den Wallfahrern.
Der Schusterkirtag ist ein Rest des ehemaliges Jahrmarktes in Ardagger Markt, der damals in großer Blüte stand und über 2 Monate lang dauerte. Da der Kollmitzberg zu dieser Zeit von der Pest verschont wurde, wurde er schließlich hierher verlegt. Die erste Erwähnung eines Marktgeschehens am Kollmitzberg verdanken wir einer Urkunde des Schlossarchivs Seisenegg, in welcher ein Streit um das einzufordernde Standgeld geschlichtet wird. Damals, am 16.01.1516, wurde zwischen dem Stift Ardagger und dem Landgericht Seisenegg die Aufteilung des Standgelds, das man von den Krämern einforderte, vertraglich festgeschrieben. So findet der Kollmitzberger Kirtag im Jahr 2016 zum 500. mal statt!
Mit knapp 300 Ausstellern und über 30.000 Besuchern ist der Kollmitzberger Kirtag der älteste und größte Kirtag seiner Art in Österreich. Die Lage hoch über der Donau mit Aussicht auf die ganze Alpenkette macht ihn zusätzlich zu einem einmaligen Ausflugserlebnis. Heuer findet der Kollmitzberger Kirtag von 23. bis 25. September 2016 statt. Beginn ist am 23. September abends im Festzelt Grünberger mit dem Bieranstich und musikalischer Umrahmung. Am 24. und 25. September ist dann ganztägig „Kirtag“ angesagt. Die Vorbereitungen laufen bereits wieder auf Hochtouren. Die Musik und die Helfer sind organisiert und natürlich ist auch die Vorfreude bereits groß auf hunderte Spielwaren, Kirtagsstände und einen riesigen Vergnügungspark.
Am Kürnberger Kirtag ist der ganze Ort Kürnberg aktiv, Feuerwehr, Musik und Pfarre bewirten die vielen Besucher aus nah und fern, und bei den Marktständen gibt es so manch Besonderheiten, und der Kirtag ist eine Ort der Begegnung.
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bei meinem Stand konnten Kinder und Erwachsene die Jongliersachen und Hola Hoop ausprobieren und kaufen, auch hatte ich einige Spezialitäten bei Kerzen dabei, wie viele Tiere Kerzen, Laternenkerzen, Duftkerzen.
einen angenehmen Ostermontag Vormittag verbrachten wir am Ostermarkt in Bad Zell.
Mitten im Naturpark Mühlviertel – nur 25 Autominuten von Linz entfernt – liegt in der Lebensregion Mühlviertler Alm der kleine, feine Kurort Bad Zell.
Sanfte Hügel und gewaltige Granitsteinblöcke, Wälder, Wiesen und Bäche bestimmen ein herrliches Landschaftsbild, dessen Zauber sich kaum jemand entziehen kann.
Hier hat der Kirtag noch seine Bedeutung.
Man trifft sich, geht eine Runde durch den Ort, an den abwechslungsreichen Standln vorbei, kauft das eine oder andere und viele beschließen den Tag mit einem gemütlichen Zusammensitzen ob bei Freunden oder im Lokal